[enthält Werbung] Ein Frühjahrsputz in den eigenen vier Wänden bietet sich ganz besonders im eigenen Zelt an. Mit Sicherheit ist dir klar, dass du durch die Pflege deiner Ausrüstung deren Haltbarkeit erheblich verlängerst. Was die Funktionalität, aber auch den Zustand und das Aussehen betrifft. Das wird nicht nur dem Material, der vielen Arbeit, die dahinter steckt und den verwendeten Ressourcen gerecht, sondern auch dem Einsatz deines hierfür ersparten Geldes.

Ich hatte das große Glück vom lieben Martin von Freiheitenwelt (beeindruckender Lebensweg und Spannendes zu „Abenteuer, Reisen und Fotografie“ – schaut am besten selbst!) ein 13 Jahre altes Zelt (Vaude Hogan UL, bei Bergzeit gerade -15%) geschenkt zu bekommen, das dank guter Pflege in einem durchaus ansehnlichen Zustand ist. Selbstverständlich gibt es mittlerweile hier und da Problemstellen, aber Haben oder nicht Haben lautet die Devise. Mit dem passenden Wellness-Programm habe ich es tatsächlich auch geschafft, den wesentlichen Funktionsmangel zu beseitigen: den kaputten Reißverschluss wieder funktionstüchtig zu machen.

Bevor du also den Reißverschluss deines Zeltes austauschen (lassen) willst, gönne ihm daher erst einmal das Spezial-Verwöhn-Programm!


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Zelt und Reißverschluss Reinigungs- / Pflegeprogramm

Schritt 1

Im ersten Schritt steht eine Komplettwäsche des Zeltes an. Dafür das Zelt zunächst mit klarem Wasser abspritzen, um es anschließend mehrere Stunden in einem Wasserbad einzuweichen. Als Badezusatz verwende ich von Nikwax ein Reinigungsmittel, das speziell für Zeltmembrane gedacht ist.

Ist dein Zelt schon älter oder hast du gemerkt, dass es nicht mehr ganz wasserdicht ist, empfiehlt es sich, eine Imprägnierung aufzutragen. Ganz einfach geht es mit einem speziellen Imprägnier-Spray (fluorfrei).

Schritt 2

Nach der Gesamtwäsche streikt der Reißverschluss leider nach wie vor, daher schenke ich dem Quängelgeist in diesem und allen weiteren Schritten meine vollste Aufmerksamkeit.

Um den Reißverschluss vollständig zu reinigen, brauchst du eine alte Zahnbürste. Entweder du säuberst den Reißverschluss während der Einweichphase, wenn du das ganze Zelt gründlich reinigst oder aber im aufgebauten Zustand. Dafür einfach die Zähne des Reißverschlusses mithilfe der Zahnbürste und etwas Wasser abbürsten. Gerne gründlich schrubben, dann kannst du dir sicher sein, dass sämtlicher Schmutz abgerieben wird.

Dafür brauchst du kein spezielles Reinigungsmittel, klares Wasser oder ein Tropfen milder Reiniger reichen völlig aus. Ich habe es etwas zu gut gemeint und ein kleines Schaumbad gezaubert, aber du schaffst es sicherlich besser und dosierst es vorsichtiger. 

Schritt 3

Dass dein Zelt nicht nur irgendeine Plane mit Stangen und Schnüren ist, wird dir spätestens im kommenden Schritt klar. Sobald der Reißverschluss getrocknet ist, braucht nämlich auch dein Reißverschluss besondere Pflege. Ansonsten zickt er schlimmstenfalls so sehr, dass er nach wie vor nicht durchgehend schließt. 

Je nach Bauart kannst du beim einem Kunststoff-Reißverschluss ein paar Spritzer Silikonspray verwenden. Dieses vorsichtig und sparsam dosiert auf die Zähne aufsprühen. Ist dein Kandidat aus Metall, eignet sich am besten Bienenwachs.
Ich hatte kein Silikonspray, dafür aber Wachsreste, die ich noch meiner DIY-Bienenwachstücher/Jausnwraps-Aktion übrig hatte. Du kannst das Bienenwachs beim Imker bekommen oder verwendest einfach eine Bienenwachskerze.

Die Reißverschluss-Zähne mit dem Wachs einreiben und den Reißverschluss anschließend ein paar Mal auf und zu ziehen. Damit ist das Pflegeprogramm abgeschlossen.

Reißverschluss reparieren

All die Fürsorge, die ich bis dahin in den Reißverschluss gesteckt habe, reicht leider immer noch nicht aus, damit er sich sauber schließen lässt. Zwar läuft er deutlich leichter, aber nach wie vor halten die Zähne nicht zusammen. So leicht gebe ich aber nicht auf, denn ich habe das Zelt als potentiellen Begleiter bereits lieb gewonnen. Außerdem würde mich das Einnähen eines neuen Reißverschlusses um die 60-70 Euro kosten (umso besser, wenn man es selber machen kann) und das spare ich mir lieber.

Für meine letzte Amtshandlung rücke ich mit einer kleinen Zange an. In meinem Fall lässt sich der Schieber nicht mehr richtig schließen. Wie sich herausstellte, war der Spalt zwischen Ober- und Unterteil des Schiebers zu groß geworden, weshalb die Zähne nicht mehr fest genug ineinander griffen. Um hier Abhilfe zu schaffen musst du mit der Zange vorsichtig (!) von oben und unten zusammendrücken (Obacht: Wenn du zu fest drückst, könnte der Schieber brechen!) Und oh Wunder: Er schließt wieder! 

Wenn du so wie ich vor Begeisterung einen Freudentanz aufführst, dann nur zu! Immerhin hast du gerade einen Batzen Geld gespart und bist deinem Zelt auf einer ganz neuen Ebene begegnet – das schweißt zusammen. 

Wenn alles nicht hilft

Und wenn alles nicht hilft, prüfe folgende Punkte ab:

  1. Stehen Ober- und Unterteil des Schiebers vielleicht zu eng, könnte es helfen, sie mit einer kleinen Zange vorsichtig auseinander zu biegen, sodass der Spalt größer wird
  2. Ist der Griff des Schiebers abgebrochen, behelf dir mit einer Büroklammer, einem Bändchen, einem kleinen Karabiner oder einem Zipper mit Karabinerhaken
  3. Wenn nichts von den bisherigen Punkten geholfen hat oder der Schieber komplett gebrochen ist, kannst du für wenig Geld einen neuen Schieber kaufen. Beachte, dass du die gleiche Zahnart (Kunststoff, Metall) und passende Größe verwendest. Entweder du vertraust auf dein Augenmaß oder du fragst beim nächsten Schneider oder direkt beim Hersteller nach. 
  4. Wechselst du den Schieber aus oder fehlt lediglich das Endstück, das den Reißverschluss vorm Herausfallen hindert, kannst du dir auch dieses Ersatzteil günstig (etwa 10 ct) besorgen (z.B. beim Schneider) und mit wenigen Handgriffen ersetzen.  

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