Das Allgäu weint vor Glück

26.08.2021 | Berge

2.600 Athleten aus ganz Deutschland und dem umliegenden Ausland kamen am 22. August zum 39. Allgäu-Triathlon an den Großen Alpsee. Und der war ein ganz besonderer: „Schuld“ daran hatte die fast schon dramatische Ausnahme-Pandemie-Situation, heftiger Starkregen und Sturm in der Nacht vor und am Veranstaltungstag – bis zum finalen Befreiungsschuss zur diesjährigen Eröffnung des sportlichen Großereignisses.

Nach einjähriger Zwangspause liefen zu Recht Tränen des Glücks und der Erleichterung.

Mittendrin und mit dabei war ich – nicht als Teilnehmerin (wobei ich jetzt ordentlich angefixt bin), sondern als Helferin. Ein legendäres Event und tausende coole Leute – das wollte ich mir sicher nicht entgehen lassen.

Balsam für die Seele

Tatsächlich tat es extrem gut, wieder etwas mehr Normalität zu erleben. Und wenn Leidenschaft, Begeisterung und Spaß zusammenkommen, steht fest, dass für eine bomben Stimmung und einzigartige Atmosphäre gesorgt ist.

Nachdem bis zum jetzigen Zeitpunkt 6 der 7 Portugal-Wandertouren, die ich als frischgebackene Wanderreiseleiterin führen sollte, abgesagt werden mussten, fühlte es sich tatsächlich wie Balsam für die Seele an. Loslassen können – Anspannung und Sorgen – und in der Bubble verschwinden, zumindest für ein paar Stunden, das hat vielleicht gut getan!

Erfolgskurs der Allgäuer Athleten

Gleich sieben Allgäuer Athleten sicherten sich auf der SPRINT-Distanz (0,5 km Schwimmen/26 km Radfahren /5 km Laufen) einen Platz in der Top 10. Yannic Baier gewann mit 1:16:23 Stunden vor Stefan Wachter (beide RSC Kempten). Unterbrochen wurde die Erfolgsreihe der Allgäuer durch Lukas Müller (Mengens Triathleten) mit einem verdienten Platz 3. Bei den Frauen gewann die Titelverteidigerin Johanna Hiemer (Team Dynafit/AUT) mit 1:28:37 Stunden vor Anna Hautmann (Allgäu Outlet Raceteam) und Anna Buhmann (Racing Aloha).

Die OLYMPische Distanz (1,5/44/10,5) wurde angeführt von Magnus Männer (SC Delphin Ingolstadt) mit 2:06:49 Stunden. Die Athletinnen Katharina Krüger (Team Erdinger Alkoholfrei) und Leana Bissig (TG Hütten) leisteten sich bis zum Schluss ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem glücklicheren Ausgang für die Deutsche vom Team Erdinger (2:27:26 Stunden).

Bei der CLASSIC-Distanz (1,9/84/20) zählte für die Herren jede Sekunde, denn die Podiumssieger trennten gerade einmal 34 Sekunden. Erster wurde mit 4:05:18 Stunden Veit Hönle (Mengens Triathleten/Racextract Racing Team), gefolgt von Fabian Eisenlauer (hep Sports Team) und Horst Reichel (DSW Triathlon Darmstadt).

Die 23-jährige Sarah Schönfelder (Tri Team Grassau) machte dagegen mehr als deutlich, wo ihr Platz ist. Mit über 15 Minuten Vorsprung lief die Oberbayerin nach 4:41:02 Stunden ins Ziel ein. 

KULT-Spirit

2.600 Optimisten und Sportler mit Herz und Seele, dazu eine 500-Schar an freiwilligen Helfern, die Polizei, das BRK, die Wasserwacht und Feuerwehr in unermüdlichem Einsatz. Dank ihnen allen konnte der Allgäu Triathlon 2021 stattfinden.

Sie haben (wieder einmal) gezeigt, was eine starke Community bewegen kann – Corona hin oder her. Sie haben gefroren, geschwitzt und gekämpft – bis zur letzten Sekunde. Und gezeigt, was Solidarität bedeutet. So wurde und auf der Strecke gepusht und supportet. Einer für alle, alle für einen und das in einem Sport, der normalerweise für Einzelkämpfer prädestiniert ist.

Nächstes Jahr wird alles anders

Nächstes Jahr ist es dann hoffentlich wieder soweit und der Schalter steht zurück auf „back to normal” – mit sagenumwobener Pasta-Party und stimmungsgeladenen Zuschauern. Und mal sehen, wo und wie ich dabei sein werde.

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